Auf vielerlei Art ist der Labrador Retriever ein Hund mit idealem Wesen. Eine
ganz besondere Kombination von Intelligenz, Verläßlichkeit und
Freundlichkeit hat diese Rasse zur populärsten Hunderasse der Welt
gemacht.
Labradore sind sehr gutmütig und gehen mit fremden Menschen ebenso
freundlich wie mit Kindern oder anderen Tieren um. Sie mögen das Leben im
Rudel, bei Zwingerhaltung verkümmern sie. Ein typischer Labrador ist recht
bewegungsfreudig und braucht reichlich Auslauf. Außerdem lieben sie das
Wasser, daher sollte ihr Führer ihnen häufig die
Möglichkeit zum Schwimmen geben.
Er ist sehr lernfähig und aufmerksam, beobachtet seinen Herrn dauernd und
freut sich über jedes Lob. Die Schwäche des Labrador ist sein
permanenter Appetit. Aber auch diese Schwäche ist wunderbar dafür
geeignet, diesem lieben und treuen Freund mit Hilfe von Belohnungshappen etwas
beizubringen.
Ursprünglich wurde der Labrador als Helfer des Fischers gezüchtet.
Schnell erkannte der englische Adel seine Einsatzmöglichkeit als
kräftiger und verläßlicher Apportierhund, er wurde zum
vielseitigen Jagdhund, apportierte das Wild zu Land wie aus dem Wasser. Auch
heute ist der Labrador unverändert ein hochgeschätzter Jagdhund.
Intelligenz und gutes Wesen haben ihm aber noch viele zusätzliche Aufgaben
gebracht.
Heute wird er weltweit als Blindenführhund eingesetzt,
seine vorzügliche Nasenveranlagung macht ihn zum erstklassigen
Suchhund nach Waffen und Drogen, sein freundliches Wesen zum
idealen Therapiehund zur Betreuung von Alten und Kranken. Durch sein
großen Lerneifer und schnelle Lernfähigkeit wird der Labrador zum
erstklassigen Wettbewerber auf Jagdhundeprüfungen, im Agility-Sport wie
auch bei Unterordnungsprüfungen. Seine Schönheit sichert dem Labrador
Erfolge im Ausstellungsring. Aber wahrscheinlich das Allerwichtigste
- der Labrador zeichnet sich als perfekter Familienhund aus.